Hör auf Deine Seele

 

"Wir müssen auf unsere Seele hören,

wenn wir gesund werden wollen.

Letztlich sind wir hier,

weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst

in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet,

ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zulässt,

dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben,

gibt es keine Geborgenheit.

Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden,

kann er weder sich noch andere erkennen,

er wird allein sein.

Alles ist mit Allem verbunden."

(Hildegard von Bingen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Manche Menschen treten in unser Leben

und verschwinden gleich wieder.

Andere bleiben länger.

Sie hinterlassen Fußspuren in unseren Herzen,

und wir sind für immer verwandelt."

 

Verfasser unbekannt - aus dem Buch: "Hühnersüppchen für die Seele", Jack Canfield, Mark Victor Hansen, Mosaik bei Goldmann) (...Schön, wenn auch Du so (einem) außergewöhnlichen Menschen begegnen durftest, der/die für immer einen besonderen Platz in Deinem Herzen haben wird/werden:-))

 

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"Der Weg der Erlösung führt

nicht nach rechts oder links,

er führt ins eigene Herz

und dort allein

ist Gott

und dort allein

ist Friede."

(Hermann Hesse, Sirdharta, Suhrkamp Verlag)

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"Ich fühle mich ungemein beschenkt,

wenn Du etwas von mir annimmst,

wenn Du an der Freude teilhast,

die in mir ist,

sobald ich Dich beschenke

und Du weißt:

Ich gebe nicht in der Absicht,

Dich in meine Schuld zu bringen,

sondern weil ich die Zuneigung

leben möchte,

die ich für Dich empfinde.

Annehmen mit Würde,

ist vielleicht das größte Geschenk.

Unmöglich kann ich die beiden Seiten

voneinander trennen.

Wenn Du mich beschenkst,

schenke ich Dir mein Annehmen.

Wenn Du von mir nimmst,

fühle ich mich sehr beschenkt."

(Ruth Bebermeyer nach dem Song "Given To" (LP "Given To"))

 

 

Mit diesem Zitat des o. g. Songtextes von  Ruth Bebermeyer möchte ich Dir einen kleinen Impuls geben, um Dich, wenn Du magst, selbst einmal zu fragen, was Du und Deine Lieben unter "Schenken und Beschenkt-Werden" versteht und wie Ihr Euch dabei fühlt. Ich weiß, es gibt hierzu die unterschiedlichsten Meinungen und Erfahrungen. Manch einer kann auf schöne und mancher leider auch auf enttäuschende oder gar verletzende zurückblicken und ich kenne auch einige Menschen, die mittlerweile ganz von der Geschenkekultur  abgekommen sind, wie sie die meisten von uns kennen - zumindest, was die "allgemeinen feierlichen Anlässe" des Jahres betreffen. Dies kann ich mitunter nachvollziehen, denn der wahre Sinn hinter manchem Jahresfest oder feierlichem Anlaß gerät oft leider in Vergessenheit hinter all den Geschenken und Materiellem, mit dem man sich dabei gegenseitig "beglücken" möchte (und das oft, "weil man eben nicht mit "leeren Händen" zur Feier kommen mag). Aus eigenen Erfahrungen habe auch ich meine Einstellung zum Schenken und Beschenkt-Werden zu festen Anlässen in den letzten Jahren überdacht und geändert... Was nicht bedeutet, daß ich mir die Freude daran hätte gänzlich nehmen lassen. Nur habe ich für mich erkannt: Es kommt nicht auf die Menge und auch nicht auf etwas Materielles an, die/ das ich schenke, sondern auf das "Wie"! Ich denke, es geht in erster Linie um die innere Einstellung zu demjenigen, den ich gerne beschenken möchte und zu dem, was ich ihm letztlich schenke. Warum sollte es nicht möglich sein, jemandem eine (ebenso) große Freude zu machen, indem ich ihm etwas liebevoll Selbstgemachtes überreiche oder - wo doch (insbesondere gemeinsam verbrachte) Zeit ein immer wertvolleres Gut wird - ein Gutschein oder eine Einladung zum Beispiel für ein gemeinsames Konzert, Essen oder eine Wanderung in die Natur? Genau genommen meine ich ein Schenken in Absichtslosigkeit, wie auch Ruth Bebermeyer oben erwähnt, denn dann wird es für Beide eine freudvolle Erfahrung, die sich ehrlich anfühlt und im Herzen ankommt.

So war ich, als ich von Ruth Bebermeyer´s obigen Songtext las, sehr berührt von ihren tiefsinnigen Worten sowie den möglichen Beweggründen und Erfahrungen, die sie veranlasst haben müssen, in dieser Weise über Schenken und Beschenkt-Werden bzw. Annehmen von Herzen zu schreiben, da mich dies an ein eigenes Erlebnis aus der Vergangenheit erinnerte.

 

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