Denkimpuls zur Weihnachtszeit

 

"Ich fühle mich ungemein beschenkt,

wenn Du etwas von mir annimmst,

wenn Du an der Freude teilhast,

die in mir ist,

sobald ich Dich beschenke

und Du weißt:

Ich gebe nicht in der Absicht,

Dich in meine Schuld zu bringen,

sondern weil ich die Zuneigung

leben möchte,

die ich für Dich empfinde.

Annehmen mit Würde,

ist vielleicht das größte Geschenk.

Unmöglich kann ich die beiden Seiten

voneinander trennen.

Wenn Du mich beschenkst,

schenke ich Dir mein Annehmen.

Wenn Du von mir nimmst,

fühle ich mich sehr beschenkt."

(Ruth Bebermeyer nach dem Song "Given To" (LP "Given To"))

 

 

Gerade in einer Zeit, in der Weihnachten - das Fest der Liebe - wieder näher rückt, möchte ich Dir mit dem Zitat des o. g. Songtextes von  Ruth Bebermeyer einen kleinen Impuls geben, um Dich, wenn Du magst, selbst einmal zu fragen, was Du und Deine Lieben unter "Schenken und Beschenkt-Werden" verstehst/verstehen und wie Ihr Euch dabei fühlt. Ich weiß, es gibt hierzu die unterschiedlichsten Meinungen und Erfahrungen und ich kenne auch viele Menschen, die mittlerweile ganz davon abgekommen sind, sich zu beschenken. Dies kann ich mitunter auch nachempfinden, denn es mag sein, daß der alljährliche "Run" auf die Geschäfte und der damit oft verbundene sogenannte "Geschenke-Einkaufs-Automatismus" in der Vorweihnachtszeit  für diese Menschen allmählich zu viel Druck und Streß bedeutete und letztlich der wahre Sinn unseres Weihnachtsfestes - die Geburt Jesus Christus - zu feiern, für sie nur noch zu erahnen war.  Auch ich habe meine Einstellung zum Schenken und Beschenkt-Werden zu diesem Fest, aber auch zu anderen Anlässen grundsätzlich in den letzten Jahren überdacht und geändert... Denn ich glaube, es kommt nicht auf die Menge an, die ich schenke, sondern auf das "Wie"! Irgendjemand (leider ist mir der Autor gerade nicht erinnerlich) sagte einmal, daß ein Geschenk nur so schön und gelungen ist, wie die Absicht, die der Schenkende damit verbindet. Und so war ich , als ich das erste Mal von Ruth Bebermeyer´s obigen Songtext las, sehr berührt von ihren tiefsinnigen Worten sowie den möglichen Beweggründen und Erfahrungen, die sie veranlasst haben müssen, über Schenken und Beschenkt-Werden bzw. Annehmen von Herzen zu schreiben.

Ich finde: Ein Schenken mit diesem Bewußtsein berührt denjenigen, dem ich etwas schenken möchte, auf ehrliche Weise und somit am richtigen Ort: Im Herzen, dem Ort der Liebe und Freude. Und dies berührt und beschenkt dann auch mich.